“Können Maschinen Kunst produzieren? Werden aus Künstlern dann Ingenieure? Was beduetet der scheinbare Rückzug des Künstlers aus dem kreativen Akt, und welche Konsequenzen resultieren daraus für die Originalität und Einzigartigkeit des Kunstwerks? Was ist dann überhaupt das Kunstwerk: Die Maschine, das Produkt oder der Akt seiner Herstellung?”
So die Fragestellung der Ausstellung Kunstmaschinen|Maschinenkunst die vom 18. Oktober 2007 bis zum 27. Januar 2008 in der Frankfurter Schirn gezeigt wurde. Neben den verrückten, ersten Kunstmaschinen von Jean Tinguely und neueren kreativen Apparaturen von u.a. Angela Bulloch, Damien Hirst und John Kessler wurden auch drei Projekte digitaler Kunstmaschinen gezeigt.
Miltos Manetas entwickelte mit Andrew Burgess auf Flash-Basis www.jacksonpollock.org, eine Applikation die dem User ermöglicht Gemälde im Stil von Jackson Pollock anzufertigen. In der Schirn konnte dieses Programm über Beamer ausprobiert werden, das “Kunstwerk-Produkt” wurde wie ein echtes Gemälde an die Wand des Museums projiziert.
Eine Kostprobe von Dr. Kyohei Yam:

Von Lia wurde die digitale Kunstmaschine “I said if” (2007) ausgestellt, ein Shockwave-Programm, dass aus den Klicks und Maus-Gesten der User abstrakte, geometrische Kunstgebilde generiert.

Zudem wurde ein Sourcecode der Internetseite net.art-generator.com präsentiert. Diese Programme generieren über Google-Bilder- und -Textsuche Kunstwerke als .jpg oder .html. Wir haben die verschiedenen Generatoren “Generate Creativity” (29. Januar 2008) generieren lassen:
generator_01 von Ryan Johnston:
klick
generator_03 von Barbara Thoens and Ralf Prehn:
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generator_04 von iap GmbH, Panos Galanis:

generator_05 von Richard Leopold:
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Diese Programme sind unglaublich faszinierend. Die eingangs gestellten Fragen, lassen sich nur schwer beantworten. Natürlich liegt die primäre Kreativität im Sourcecode, der Programmierer ist Künstler, das Programm ist das Kunstwerk. Aber ist der Umgang des Users mit einer Applikation nicht auch Ausdruck von Kreativität? Das Produkt hängt zwar vom Sourcecode ab, entbehrt aber gerade nicht einer ästhetischen Komponente.
PS: Das nächste Mal schreibe ich, bevor die Ausstellung vorbei ist.
1 Antwort bis jetzt ↓
1 dave // Feb 1, 2008 at 12:32
the people united will never be defeated!
one people one struggle!
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